Warum Psychotherapie Diabetes lindern kann

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21. Dezember 2018
Warum Psychotherapie Diabetes lindern kann

Bei der Zuckerkrankheit ist oft nicht nur der Körper krank – auch die Seele leidet. Wie Psychotherapie bei Diabetes helfen kann.

Es ist ein weit unterschätztes Problem: Der Einfluss von Diabetes auf die Psyche. Viele Diabetiker leiden unter depressiven Verstimmungen – Experten schätzen jeder achte – und bewegen sich dabei in einer Art Teufelskreis. Denn einerseits erhöhen bestehende Depressionen nachweislich das Risiko für Typ-2-Diabetes. Als Ursache wird vermutet, dass Betroffene nicht so gut auf sich achten, etwa weniger Antrieb haben, sich zu bewegen oder gesund zu ernähren.

Hohe Zuckerwerte durch Stresshormone

Andererseits aber können die Belastungen, die eine Diabetes-Erkrankung mit sich bringt, auch zur Entwicklung depressiver Symptome führen. Grund sind dann meist Unsicherheiten im Umgang mit der Krankheit – z. B. die Sorge, etwas falsch zu machen, in eine Unterzuckerung zu geraten. Auch das tägliche Messen und Spritzen wirkt oft belastend. Das zusätzliche Problem: Ständige Sorgen gehören zu Faktoren, die den Blutzuckerspiegel beeinflussen.

So ist bei Ängsten oder Depressionen das Stresshormon Cortisol oft stark erhöht. Es mindert die Insulinwirkung und treibt so den Blutzucker nach oben. Daher raten Experten, seelische Probleme unbedingt beim Arzt anzusprechen und nicht zu bagatellisieren, wozu viele neigen. Gerade Diabetiker sollten über ihren Schatten springen. Eine Kurzzeit-Psychotherapie kann helfen. Oft reichen längere Gespräche mit dem Arzt oder eine Diabetes-Schulung, um Ängste und Stress abzubauen.

Tipp: Wenn Sie als Diabetiker oder Angehöriger einer erkrankten Person unsicher im Umgang mit der Erkrankung sind, melden Sie sich zu einer Diabetes-Schulung an.

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