Verdauungsschwäche bei Diabetes: Wenn die Bauchspeicheldrüse neben Insulin auch noch zu wenig Verdauungsenzyme bildet präsentiert von repha

Verdauungsschwäche bei Diabetes: Wenn die Bauchspeicheldrüse neben Insulin auch noch zu wenig Verdauungsenzyme bildet

Bei einer Diabetes mellitus Erkrankung steht meist die Blutzuckereinstellung und -kontrolle im Fokus der Behandlung. Häufig ist bei Betroffenen jedoch neben der Insulinproduktion die Bildung von Verdauungsenzymen durch die Bauchspeicheldrüse eingeschränkt, wodurch Diabetiker zusätzlich an Verdauungsbeschwerden infolge einer sogenannten exokrinen Pankreasinsuffizienz (EPI)/Bauchspeicheldrüsenschwäche leiden.

Verdauungsbeschwerden bei Diabetes ernst nehmen!

Im Gegensatz zur endokrinen Funktionsstörung, also einer Diabetes-typischen verminderten Bildung bzw. Wirkung der Hormone Insulin und Glucagon, werden bei der exokrinen Pankreasinsuffizienz von der Bauchspeicheldrüse zu wenig Verdauungsenzyme produziert. Offensichtlich bemerkbar macht sich dieser Enzymmangel häufig durch Blähungen, Völlegefühl, Durchfälle, Schmerzen im Oberbauch und Magen-Darm-Probleme nach fettigen Mahlzeiten. Warnzeichen einer EPI bei Diabetikern sind aber auch ungewollter Gewichtsverlust sowie eine hagere Statur, häufige Blutzuckerentgleisungen oder ein erhöhter Insulinbedarf.

Im Gegensatz zur endokrinen Funktionsstörung, also einer Diabetes-typischen verminderten Bildung bzw. Wirkung der Hormone Insulin und Glucagon, werden bei der exokrinen Pankreasinsuffizienz von der Bauchspeicheldrüse zu wenig Verdauungsenzyme produziert. Offensichtlich bemerkbar macht sich dieser Enzymmangel häufig durch Blähungen, Völlegefühl, Durchfälle, Schmerzen im Oberbauch und Magen-Darm-Probleme nach fettigen Mahlzeiten. Warnzeichen einer EPI bei Diabetikern sind aber auch ungewollter Gewichtsverlust sowie eine hagere Statur, häufige Blutzuckerentgleisungen oder ein erhöhter Insulinbedarf.

Abb: Typische Symptome einer exokrinen Pankreasinsuffizienz gehen mit einer verminderten Lebensqualität einher

Bauchspeicheldrüsenschwäche verursacht Verdauungsprobleme bei Diabetikern

Werden von der Bauchspeicheldrüse aufgrund einer Bauchspeicheldrüsenschwäche/exokrinen Pankreasinsuffizienz zu wenig Enzyme für die Verdauung gebildet, gelangen unvollständig verdaute Nahrungsbestandteile in tiefere Darmabschnitte und verursachen dann Blähungen sowie Bauchschmerzen. Zudem werden unverdaute Nahrungsfette in Form von Durchfall nach fettigen Mahlzeiten ausgeschieden. Dieser gelbliche, voluminöse und übelriechende Fettstuhl klebt in der Toilette oder schwimmt im Spülwasser. Aufgrund der unverdauten Nährstoffe treten die Magen-Darm-Symptome meist direkt nach den Mahlzeiten auf. Oft wird bei Diabetikern mit Verdauungsproblemen an einen veränderten Stoffwechsel aufgrund der Diabeteserkrankung gedacht, ebenso an Nebenwirkungen der Diabetes-Medikamente wie Metformin zur Senkung des Blutzuckerspiegels. Auch Zuckeraustauschstoffe werden als Ursache in Betracht gezogen. Eine exokrine Pankreasinsuffizienz hingegen wird selten bedacht – dabei zeigen wissenschaftliche Daten, dass bei jedem 2. Patient mit Typ-1-Diabetes Nahrungsfette, Eiweiße und Kohlenhydrate aufgrund des Enzymmangels unzureichend gespalten werden. Lautet die Diagnose „Typ-2-Diabetes“, tritt dieser Mangel an Verdauungsenzymen, der mit wiederkehrendem Durchfall, Blähungen und Oberbauchschmerzen einhergeht, in 32 Prozent der Fälle auf.1)Eine Schädigung des Pankreasbereichs, der für die Enzymausschüttung verantwortlich ist, ist bei einer Diabetes-Erkrankung damit häufig!2)

Abb: Eine Diabetes-Erkrankung geht häufig mit einer zusätzlich eingeschränkten Bildung von Verdauungsenzymen (exokrine Pankreasinsuffizien (EPI)) einher

Übrigens: Diabetes mellitus, der durch Operationen wie totaler oder teilweiser Entfernung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatektomie), durch Bauchspeicheldrüsenentzündungen (Pankreatitis) oder durch Alkoholmissbrauch entsteht, wird als Typ 3c Diabetes bezeichnet. Auch bei diesen Patienten ist wird häufig eine exokrine Pankreasinsuffizienz festgestellt.

Stuhluntersuchung gibt Aufschluss über eine Verdauungsschwäche bei Diabetes

Diabetiker mit Verdauungsbeschwerden sollten sich daher vom Arzt auf eine zusätzlich verminderte Bildung von Verdauungsenzymen (EPI) untersuchen lassen. Denn eine Verdauungsschwäche kann nicht nur die Lebensqualität von Betroffenen durch Magen-Darm-Beschwerden massiv einschränken und zu einer Mangelernährung führen, sondern sich auch negativ auf die Blutzuckereinstellung auswirken. Wird eine exokrine Pankreasinsuffizienz durch einen Labortest (Messung der Pankreas Elastase 1 im Stuhl) nachgewiesen, können Arzneimittel mit Verdauungsenzymen vom Arzt angeordnet und zu den Mahlzeiten eingenommen werden.

Abb: Neben Mukoviszidose und chronischer Pankreatitis ist Diabetes mellitus die dritthäufigste Vorerkrankung, bei der ein Verdauungsenzymmangel aufgrund einer Bauchspeicheldrüsenschwäche auftritt

Rizoenzyme lindern Verdauungsbeschwerden bei Diabetikern effektiv

Aus Angst vor quälenden Symptomen wird von betroffenen Diabetikern häufig auf Nahrungsfette, nach deren Verzehr die Beschwerden besonders ausgeprägt sind, verzichtet. Neben einem Mangel an fettlöslichen Vitaminen und lebensnotwendigen Fettsäuren kann dies zu Untergewicht führen. Daher muss dem Körper – wie beim Insulin auch – das zugeführt werden, was die Bauchspeicheldrüse nicht mehr selbst in ausreichendem Maße bildet: Verdauungsenzyme, die zu jeder Mahlzeit eingenommen werden sollten. Enzympräparate aus der Apotheke müssen nicht aus der Bauchspeicheldrüse (z.B. von Schweinen) stammen, sondern können auch aus Reispilzkulturen gewonnen werden (Rizoenzyme in NORTASE®). Zu jeder Mahlzeit eingenommen, helfen diese dabei Fette, Proteine und Kohlenhydrate ausreichend zu verdauen, wodurch Magen-Darm-Beschwerden effektiv reduziert werden und eine weitgehend normale Verdauung möglich wird.

Abb: Die Verdauungsenzyme Lipase, Amylase und Protease z.B.  aus Reispilzkulturen (Rizoenzyme) helfen dabei, die Hauptnährstoffe zu spalten

Da bei Diabetikern häufig die Magenentleerung verlangsamt ist, eignen sich von Natur aus säurestabile Rizoenzyme besonders, da diese nicht durch die aggressive Magensäure zerstört werden.  Die vegetarischen Enzyme wirken bereits im Magen und auch im Dünndarm unabhängig vom pH-Wert. Denn bei Diabetikern ist ebenfalls die Bildung von Bikarbonat, welches den Speisebrei neutralisiert, vermindert. Zusätzliche Medikamente zur Herabsetzung der Magensäureproduktion sind damit nicht notwendig – ein weiteres Plus für Diabetiker, die ohnehin schon viele Medikamente einnehmen müssen. Eine Enzymsubstitution kann Verdauungsbeschwerden lindern und Blutzuckerschwankungen minimieren – beides sind Faktoren, die sich positiv auf die Lebensqualität von Diabetikern auswirken.

Bauchspeicheldrüsen-bedingte Verdauungsschwäche bei Diabetes erkennen:Das sind die wichtigsten Anzeichen!

  • Magen-Darm-Symptome wie Durchfälle, Blähungen und gürtelförmige Oberbauchschmerzen
  • Durchfall, der hell, fettig und voluminös ist und im Spülwasser schwimmt (Fettstuhl)
  • Symptome treten immer wieder etwa 30 Minuten nach dem Essen auf
  • Blutzuckerschwankungen sind häufig
  • Der Insulinbedarf ist erhöht
  • Hagere Statur bzw. schneller Gewichtsverlust
  • Erniedrigter Wert der Pankreas-Elastase 1 Stuhl (beim Arzt bestimmen lassen!)

[1] Hardt P.O. et al. Pancre­atology 3: 395–402 (2003).

[2] Weitgasser R. et al. Wiener klinische Wochenschrift Sonderheft 2 (2012).

NORTASE®

Anwendungsgebiete: Ersatz von Verdauungsenzymen bei Maldigestion (Verdauungsschwäche) infolge einer gestörten Funktion der Bauchspeicheldrüse. Enthält Lactose aus Kuhmilch.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.