Sauna und Diabetes

Sauna und Diabetes

Unser Vorsatz für’s Neue Jahr: Mehr Entspannung und Wellness für unser Wohlbefinden. Und: Wenn es draußen frostig-kalt ist, tun ein paar wohlig-warme Saunagänge besonders gut. Nicht nur das, Saunieren stärkt obendrein das Immunsystem, ist gut für die Haut… und verträgt sich auch mit Diabetes. Allerdings gilt es, ein paar Dinge dabei zu beachten.

Sauna und Diabetes: Das ist vorher wichtig

Bevor Sie in die Sauna gehen, sollten Sie mit Ihrem Arzt sprechen. Er kennt Sie und eventuelle Faktoren Ihres Diabetes, die bei einem Saunabesuch zu beachten sind. So können zum Beispiel ein hoher Blutdruck oder Herzprobleme in der Hitze der Sauna dem Kreislauf zusetzen. Ihr Arzt kann vorab prüfen, ob Saunieren ok ist und Tipps geben, wie Sie den Saunabesuch trotzdem genießen können.

Gehen Sie weder mit ganz vollem, noch mit leerem Magen in die Sauna und messen Sie vorher den Blutzuckerspiegel. Er sollte um die 160 mg/dl liegen. Denn durch das Schwitzen in der Sauna verbessert sich die Durchblutung, kurz zuvor verabreichtes Insulin wirkt eventuell schneller und der Blutzuckerspiegel sinkt unter Umständen stärker. Packen Sie in Ihre Saunatasche sicherheitshalber Obst, zuckerhaltige Getränke (zusätzlich zum Wasser) und Traubenzucker für den Notfall ein.

Sauna und Diabetes: So saunieren Sie entspannt

Als Diabetiker, so rät die Deutsche Diabetes-Hilfe, sollten Sie sich nicht zu viel zumuten. Drei Saunagänge von je maximal 15 Minuten sollten es höchstens sein. Am besten gehen Sie nicht allein saunieren, sondern mit Ihrem Partner, einem Freund oder einer Freundin, die über Ihren Diabetes Bescheid wissen und im Notfall schnell helfen können.

Messen Sie Ihren Blutzucker zwischen den Saunagängen, besonders, wenn Sie noch nicht viel Saunaerfahrung haben. Der Blutzuckerspiegel sollte möglichst immer über 110 mg/dl liegen. Machen Sie Pausen, auch wenn Sie sich nicht erschöpft fühlen. Ein bisschen Ruhen tut dem Kreislauf gut – und mal ganz entspannt ein paar Seiten zu lesen oder ein wenig zu dösen, ist doch auch mal ganz schön, oder?

Auch wenn der Reiz des Saunierens unter anderem im Wechsel von Hitze und Kälte liegt: bleiben Sie im moderaten Bereich. Diabetiker haben nämlich ein erhöhtes Risiko für Kreislaufprobleme. Meiden Sie deswegen ein Bad im Eiswasser und eiskalte Schwallduschen, sondern gehen Sie lieber ein bisschen an der frischen Luft spazieren oder brausen Sie sich langsam und sanft kühl ab. Beginnen Sie bei den Füßen, um sich an die Temperatur zu gewöhnen. In der Saunakabine sollten Sie möglichst nicht direkt neben dem Ofen sitzen und immer ein Handtuch zwischen sich, die Bank oder die Wand legen. Menschen mit Diabetes leiden oft unter Nervenstörungen und merken nicht oder erst spät, dass es zu heißt auf der Haut wird.

Die Füße sind bei Menschen mit Diabetes recht anfällig für Verletzungen und Infektionen – es kann zu einem sogenannten diabetischen Fußsyndrom kommen. Marschieren Sie deshalb nicht barfuß durch die Sauna, sondern ziehen Sie Schlappen an und trocknen Sie sich nach jedem Saunagang/Duschen gründlich die Füße ab, um sich keinen Fußpilz oder kleinste Wunden zuzuziehen. Und: trinken Sie genug, um die verlorene Flüssigkeit wieder „aufzufüllen“. Am besten Wasser. Das gilt allerdings auch für Nicht-Diabetiker. Und: Alkohol sollte tabu sein – auch wenn Glühwein für Diabetiker außerhalb der Sauna natürlich erlaubt ist. Während eines Saunagangs sollten Sie jedoch auf Alkohol verzichten, denn der Konsum in Kombination mit der starken Hitze lässt den Blutdruck stark abfallen.

Sauna und Diabetes: So profitieren Diabetes-Patienten

Grundsätzlich birgt Saunieren für Menschen mit Diabetes die gleichen Vorteile wie für Menschen ohne Zuckerkrankheit:

  • die Muskeln entspannen sich
  • die Durchblutung steigt
  • Aufgüsse können den Atemwegen gut tun
  • durch den Heiß-Kalt-Wechsel schüttet der Körper Hormone (u. a. Adrenalin) aus, die munter machen
  • der Blutdruck sinkt
  • die Thermoregulation verbessert sich

Da sich in der Hitze der Sauna die Blutgefäße weiten, haben Sie als Diabetiker aber noch einen ganz spezifischen Vorteil: Die oft trockene Diabetiker-Haut wird durch regelmäßige Saunabesuche besser durchblutet, Schadstoffe schneller abtransportiert und ihre Fähigkeit, Feuchtigkeit zu speichern, verbessert. Ein bisschen Schwitzen ab und zu lohnt sich also – wenn man weiß, wie Sauna und Diabetes richtig zusammenpassen.