Joggen bei Diabetes – Laufen Sie dem Zucker davon

Joggen bei Diabetes – Laufen Sie dem Zucker davon Diabetes TYP II

Schon leichter Sport senkt Ihr Diabetes-Risiko deutlich – und kann die Krankheit sogar stoppen.

Unser Leben ist so herrlich bequem: Wir fahren Auto, die Wohnung ist gut geheizt, wir können jederzeit essen, worauf wir gerade Lust haben. Das ist ganz anders als früher und ein großes Glück. Aber diese Lebensart hat auch Nachteile: Etwa sechs Millionen Menschen in Deutschland haben Diabetes Typ 2. Aber diese Krankheit muss nicht sein. Man kann effektiv vorbeugen. Bereits bestehenden Diabetes dieses Typs kann man manchmal sogar noch stoppen – und vermeiden, dass man irgendwann Insulin spritzen muss.

Welche Art von Bewegung ist am besten bei Diabetes?

Die Forschung hat nachgewiesen: Ausdauersport und das damit verbundene Abnehmen bekämpfen die Zuckerkrankheit am besten. Man strengt sich nicht übermäßig an und bewegt sich gleichmäßig. Die Studien zeigen: Walken, Nordic Walking, Joggen, Wandern und Radfahren sind besonders vorteilhaft.

Was passiert dabei im Körper?

Ausdauersport aktiviert Enzyme. Das sind Stoffe, die Vorgänge im Organismus fördern. Einige dieser Substanzen machen die sogenannten glukoseabhängigen Zellen, etwa in den Muskeln und im Gehirn, empfindlicher für Insulin. Dies ist ein Hormon, das den Zucker (Glukose) aus dem Blut in die Zellen schleust. Durch regelmäßige Bewegung steigt also der Hunger der Zellen auf Zucker – er wird verbraucht, statt im Blut zu bleiben.

Wie oft soll man trainieren?

Die Formel lautet: mäßig, aber regelmäßig. Wir beugen bereits gut vor, wenn wir zum Beispiel zweimal pro Woche jeweils 30 Minuten flott spazieren gehen und dazu einmal in der Woche noch 20 Minuten walken oder 30 Minuten Rad fahren. Sehr gut sind tägliche Trainingseinheiten, etwa einmal beim zügigen Gehen aus der Puste zu kommen.

Bewegung stärkt auch das Herz

Regelmäßige Bewegung macht die Adern flexibler und verbessert so die Durchblutung. Durch diesen Effekt sinkt zudem der Widerstand, gegen den das Herz Blut in den Körper drücken muss. Unser Lebensmotor wird auf Dauer entlastet.

Das Herz profitiert sogar doppelt. Denn es ist ein Muskel, und der wird durch das Training auch noch stärker. Pro Schlag kann es dann mehr Blut in den Körper pumpen, und deshalb braucht es nicht mehr so oft zu schlagen. Studien zeigen: Regelmäßige Bewegung – und dabei gern mal aus der Puste kommen – senkt das Risiko für Herzerkrankungen um bis zu 67 Prozent.

Joggen bei Diabetes

Vitalstoffe schützen Nerven und Gewebe

Die richtige Ernährung trägt dazu bei, Diabetes vorzubeugen oder dessen Auswirkungen zu mildern.

Vitamin B1

Weil zuviel Zucker im Körper Nerven angreifen kann, gilt es auch hier, seine Wirkung zu stoppen. Wer öfter ein Kribbeln in Füßen oder Händen spürt, sollte zum Arzt gehen, um eine Nervenstörung auszuschließen. Experten empfehlen Präparate, die das nervenschützende Vitamin B1 liefern.

Vitamine C und E

Täglich ein Schnapsglas Sanddornsaft und 1 bis 2 TL Weizenkeimöl liefern ausreichende Mengen dieser beiden Vitalstoffe. Sie schützen vor Gewebeschäden.

Genuss-Tipp

Würzen Sie Kaffee, Milch, Joghurt und Desserts jeweils mit einer Prise Ceylon-Zimt. Studien zeigen, dass seine Inhaltsstoffe helfen, den Blutzucker zu regulieren.

Bewegung macht die Adern frei

Schon leichtes Joggen oder Walken senkt nicht nur den Blutzucker. Ablagerungen in den Adern werden abgebaut, die Durchblutung steigt.