So halten Sie den Blutdruck niedrig

20. April 2019
So halten Sie den Blutdruck niedrig

Ist der Blutdruck niedrig, schont das die Gefäße: was Sie tun können, um Herz und Kreislauf möglichst lange fit zu halten.

Niedrig heißt sicher: Der Blutdruck ist ein Garant fürs Altern in Gesundheit – wenn er bestimmte Werte nicht übersteigt. In jungen Jahren liegen viele Frauen dabei sogar unter den Idealwerten von 120 zu 80. Hauptsächlich die Östrogene halten den Druck in Schach. Prima! Nur ändert sich das mit wachsendem Alter. Ab 50 plus ist es dann immer noch prima, wenn man im ausgeruhten Zustand höchstens 140 zu 90 hat. Mit den folgenden Tipps klappt es besser, den Blutdruck niedrig zu halten.

Entspannte Pausen – niedriger Blutdruck

Gönnen Sie sich Auszeiten ohne schlechtes Gewissen. Weniger Negativ-Stress senkt den Blutdruck. Nehmen Sie Tempo aus Ihrem Alltag. Gönnen Sie sich z. B. persönliche Rituale, etwa die regelmäßige Tasse Tee am Vormittag oder ein Kapitel, das Sie nachmittags in einem Buch lesen. Besonders gut ist klassische Musik. Sie senkt Puls und Blutdruck, wie Studien zeigen. Oder schließen Sie öfter mal die Augen, atmen Sie tief und ruhig ein und aus. Ruhe und Kraft schöpfen Sie besonders effektiv mit Entspannungsverfahren.

Ein ganz einfaches ist die progressive Muskelentspannung nach Jacobson. Auf CD (Buchhandel) gibt eine sanfte Frauenstimme die Anweisungen. Man spannt nacheinander verschiedene Muskelgruppen an und lässt sie wieder locker.

Natürlich den Blutdruck senken: Im Alltag locker in Bewegung bleiben

Auch wenn der Körper etwas zu tun hat, entspannt das. Zusätzlich wird mehr Durchblutung nötig, was die Adern flexibler macht – mehr Raum in den Gefäßen, weniger Druck. Jeder zusätzliche Schritt bringt Sie auf dem Weg zu einem gesunden Leben voran. Bereits 3000 Schritte extra pro Tag sind laut Studien effektiv. Ein Schrittzähler (ab ca. 3 €) motiviert, Extra-Wege in den Alltag einzubauen – öfter zu Fuß gehen, die Treppe statt den Lift nehmen, eine Runde um den Block drehen …

Die Blutgefäße zusätzlich schützen

Sehr wichtig ist es auch, ganz gezielt einen oft unbemerkten Hauptgrund für überhöhten Blutdruck zu verhindern: Arteriosklerose, eine Verkalkung der Schlagadern. Allein ein paar Kilo abzunehmen und nicht mehr zu rauchen bringt viel. Zusätzlich zeigen aktuelle Studien mit dem Eiweißbaustein Arginin, dass eine regelmäßige Einnahme die Gefäßfunktionen und somit die Durchblutung verbessert. Nur aus Arginin wird im Körper ein wichtiger Botenstoff gebildet, der die Adern weitet und sie so vor Ablagerungen schützt. Auf diese Weise wird auch die Blutdruckregulation unterstützt.

Als Diabetiker ist es umso wichtiger, regelmäßig einen Arzt aufzusuchen, um sich untersuchen zu lassen
Als Diabetiker ist es umso wichtiger, regelmäßig einen Arzt aufzusuchen, um sich untersuchen zu lassen

Dr. Hans-Joachim Christofor, Facharzt für Kardiologie aus Bochum: „In meiner Praxis empfehle ich Patienten häufig eine natürliche Kombination aus Arginin und B-Vitaminen, wie zum Beispiel in ‚Telcor Arginin plus‘, rezeptfrei aus der Apotheke. Gerade Personen mit Arteriosklerose, Durchblutungsstörungen und Bluthochdruck können davon profitieren.“

Blutdruck richtig messen: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Mit regelmäßigen Messungen behalten Sie Ihren Blutdruck im Blick. Falls er häufiger zu hoch ist, sollten Sie Ihren Arzt um Rat fragen.

Das richtige Messgerät

Kaufen Sie sich eins für zu Hause. Achten Sie dabei auf das Prüfsiegel der Deutschen Hochdruckliga. Oberarmgeräte messen am genauesten.

Der beste Zeitpunkt zum Blutdruck messen

Messen Sie morgens immer zur gleichen Uhrzeit. Bei den meisten Menschen ist der Blutdruck nach dem Aufstehen am höchsten. Messen Sie noch vor dem Frühstück, denn Essen verfälscht die Werte. Gönnen Sie sich vor der Messung fünf Minuten Ruhe. Suchen Sie sich einen stillen Ort und setzen Sie sich locker hin. Sprechen Sie nicht, trinken Sie nichts. In dieser Zeit kann sich Ihr Puls beruhigen.

Blutdruck messen am linken oder rechten Arm?

Meistens ist der Blutdruck an einem Arm anders als am anderen Arm. Messen Sie also einige Male morgens auf beiden Seiten. Sind die ermittelten Werte zum Beispiel links regelmäßig etwas höher, dann messen Sie in Zukunft nur noch dort.

Dazu legen Sie den Arm am besten auf dem Tisch auf ein Kissen, und Sie sitzen auf einem Stuhl davor. Das Messgerät muss sich auf Höhe der Brustmitte befinden. Wenn Sie die Manschette zu locker oder über Kleidung anlegen, bekommen Sie unzuverlässige Ergebnisse. Am besten messen Sie zweimal in Folge mit einer Pause von einer bis zwei Minuten. Der zweite Wert ist meistens niedriger – und diesen notieren Sie dann.

Vergleichen Sie Ihre Aufzeichnungen regelmäßig und gehen Sie bei Veränderungen zum Hausarzt.


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