Diabetes: Die richtige Hautpflege im Winter

Diabetes: Die richtige Hautpflege im Winter

Bei Diabetes ist die Haut häufig trocken und empfindlich. Die Kälte im Winter setzt dem Organ besonders zu. Die Schutzbarriere auf der obersten Hautschicht reagiert sehr sensibel auf Minustemperaturen, scharfen Wind und trockene Heizungsluft – mit Juckreiz, Rötungen und kleinen Rissen. Da hilft nur: gegensteuern!

Trockene und schlecht heilende Haut ist ein typisches Diabetes-Anzeichen. Während der Körper versucht, überschüssigen Zucker über den Urin auszuscheiden, verliert er Wasser. Zusätzlich werden die Talg- und Schweißdrüsen aufgrund von Nervenschädigungen in ihrer Funktion eingeschränkt. Dadurch können sie den schützenden Fett- und Feuchtigkeitsfilm der Haut nicht mehr aufrechterhalten. Weil der Zucker außerdem die Gefäße angreift, ist die Durchblutung des Organs häufig gestört. Die Schutzhülle des Körpers juckt, bildet Schuppen und wird rissig. Besonders bei Kälte braucht die Haut von Diabetikern daher viel Zuwendung.

Ein gut eingestellter Blutzucker ist der erste Schritt, um Hautproblemen bei Diabetes vorzubeugen. Außerdem kommt es auf die richtige Pflege an. Das wichtigste Ziel ist es, das Organ vor dem Austrocknen zu schützen. Das sind die wichtigsten Tipps für die richtige Hautpflege bei Diabetes im Winter:

Nicht zu heiß duschen

Langes Duschen entzieht der Haut zusätzlich Feuchtigkeit. Brausen Sie sich daher maximal fünf Minuten mit lauwarmem Wasser (30 – 34°C) ab. Ein Vollbad sollten sie höchstens einmal pro Woche bei maximal 35°C und für höchstens zehn Minuten nehmen. Greifen Sie zu seifenfreien Reinigungsmitteln (ohne Parabene, Farbstoffe und Mineralöle), um Unverträglichkeitsreaktionen zu vermeiden. Besonders geeignet sind Produkte, die auf den pH-Wert der Haut abgestimmt sind und Feuchthaltefaktoren wie Urea (Harnstoff) und Hyaluronsäure enthalten. Diese körpereigenen Stoffe lösen nur selten allergische Reaktionen der Haut aus.

Gründlich abtrocknen

Tupfen Sie die Haut nach dem Duschen vorsichtig ab, um kleine Verletzungen zu vermeiden – nicht rubbeln. Besonders gründlich sollten Sie die Zehenzwischenräume und die Armbeugen abtrocknen. Dort ist die Haut besonders anfällig für Infektionen mit Pilzen.

Richtig cremen

Achten Sie darauf, sich innerhalb von fünf Minuten nach dem Duschen einzucremen. Dann sind die Poren noch offen und können die Wirkstoffe gut aufnehmen. Verwenden Sie Cremes, Lotionen oder Balsame mit erhöhtem Fettanteil, die gleichzeitig Feuchthaltefaktoren wie Hyaluronsäure und Urea enthalten. Ebenfalls gut verträglich sind Produkte mit reizlinderndem Dexpanthenol, Jojoba, Mandel- oder Nachtkerzenöl, Glycerin und Milchsäure. Cremes mit Vitamin C und E stärken darüber hinaus die Abwehrkräfte der Haut.

Die richtige Hautpflege im Winter
Balsame mit einem hohen Fettanteil und Faktoren wie Hyaluronsäure werden empfohlen

Maske statt Peeling

Gesichtspeelings reizen die Haut zusätzlich. Verwöhnen Sie sich lieber ein Mal pro Woche mit einer reichhaltigen Maske (z.B. mit Arganöl oder Vitamin E).

Viel trinken

Um Hautproblemen im Winter vorzubeugen ist es notwendig, dem Körper ausreichend Vitamine und Mineralien zuzuführen. Auch wenn das Durstgefühl im Winter nicht so ausgeprägt ist wie zu anderen Jahreszeiten, sollten Sie mindestens zwei Liter Wasser pro Tag trinken. Eine heiße Zitrone tut der Haut und dem Immunsystem gut. Empfehlenswert sind außerdem Roibusch-, Kräuter- und Früchtetee. Obst, Gemüse und Omega-3-Fettsäuren (z.B. in Hering, Lachs, Makrele oder Leinsamen) schützen obendrein die Hautzellen vor oxidativem Stress durch sogenannte freie Radikale.