Coronavirus – was Diabetiker jetzt wissen sollten

Coronavirus – was Diabetiker jetzt wissen sollten

Die Zahl der Neuansteckungen mit dem neuen Coronavirus SARS-CoV-2 steigt täglich und auch in Deutschland zwang die Pandemie die Bundesregierung jetzt zu drastischen Maßnahmen wie die Schließung von Schulen, Kitas und anderen Einrichtungen sowie die Absage von Veranstaltungen. Die Verunsicherung in der Bevölkerung ist groß und insbesondere Menschen mit Vorerkrankungen wie Diabetes fürchten ein erhöhtes Infektionsrisiko.

Kein erhöhtes Infektionsrisiko für gesunde Diabetespatienten

Laut der Deutsche Diabetes Hilfe (DDG) ist die Wahrscheinlichkeit einer Infektion für gesunde Diabetiker nicht höher als beim Rest der Bevölkerung. Kommt es jedoch zu einer Infektion mit dem Coronavirus, kann der Krankheitsverlauf bei einer chronischen Vorerkrankung wie Diabetes zu einem schwereren Krankheitsverlauf führen. Die DDG empfiehlt daher Diabetiker eine stabile Blutzuckereinstellung, die das Infektionsrisiko minimiert.

Außerdem gilt im Allgemeinen, und das nicht nur bei Menschen mit einer Begleiterkrankung, die Einhaltung der vom Robert-Koch-Institut genannten Maßnahmen:

  • Waschen Sie sich mehrmals täglich gründlich die Hände – mindestens für 20 Sekunden
  • Husten und niesen Sie in die Armbeuge oder nutzen Sie ein Papiertaschentuch, das direkt in einem Müllbehälter mit Deckel entsorgt wird
  • Vermeiden Sie es sich mit den Händen ins Gesicht zu fassen
  • Halten Sie Abstand zu Erkrankten oder meiden Sie Körperkontakt mit anderen Personen ganz (Virulogen empfehlen einen Mindestabstand von 2 Metern zu anderen Personen, z.B. im Supermarkt)
  • Meiden sie große Menschenansammlungen sowie öffentliche Verkehrsmittel (insbesondere, wenn Sie an einer Begleiterkrankung an Organen wie Leber, Niere oder Herz leiden)

Eine Infektion mit dem Coronavirus zeigt sich durch hohes Fieber sowie trockenen Husten. Weitere Symptome wie Kopf- und Gliederschmerzen, Schnupfen, Niesen und Durchfall lassen eher auf eine saisonale Grippeerkrankung schließen. Die Corona-Erkrankung verläuft in den meisten Fällen mild. Laut DDG sei die Gefahr für gesunden Diabetiker daher nicht höher als bei einer saisonalen Grippe.

 „Haben Diabetespatienten Begleit- und Folgeerkrankungen wie Herzkreislaufprobleme oder Organschäden, sollten sie aktuell jedoch besonders achtsam sein“, warnt Gallwitz, stellvertretender Ärztlicher Direktor der Medizinischen Klinik, Innere Medizin IV, des Universitätsklinikums Tübingen.

Lieferengpässe bei Diabetesmedikamenten müssen Patienten nicht befürchten.

Sie haben den Verdacht sich angesteckt zu haben?

Wenn Sie den Verdacht haben, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben, sollten Sie sich untersuchen lassen, wenn Sie:

  1. Kontakt mit einer auf den Coronavirus positiv getesteten Person hatten oder
  2. sich vor Kurzem in einem Riskogebiet aufgehalten haben (die Liste der Risikogebiete finden Sie hier).

In diesem Fall wenden Sie sich telefonisch an die in Ihrer Region zuständige Stelle, beispielsweise das Gesundheitsamt.


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