5 natürliche Blutdrucksenker

5 natürliche Blutdrucksenker

Menschen mit Diabetes neigen zu hohem Blutdruck. Laut Deutscher Diabetes-Hilfe haben 80 Prozent der Typ-2– und 40 Prozent der Typ-1-Diabetiker erhöhte Werte. Wird dies zum Dauerzustand, kann das die Blutgefäße schädigen, die den Körper mit Sauerstoff versorgen. Dann drohen Organschäden, Herzinfarkt und Schlaganfall. Erfahren Sie, wie Sie den Blutdruck auf natürliche Weise regulieren können.

Blutdruck senken: Darum ist es wichtig

Ein dauerhaft hoher Blutdruck setzt Organe wie Herz, Lunge oder Niere unter Stress und schädigt die Blutgefäße. Deshalb ist es wichtig darauf zu achten, dass die Werte im Normbereich bleiben oder dorthin gelangen. Bei gesunden Menschen gilt ein Blutdruck von 120 zu 80 als optimal. Wer jedoch verengte Herzkranzgefäße hat, wie es bei Diabetes-Patienten der Fall ist, braucht laut Deutscher Diabetes-Hilfe eine „Reserve“. Werte von 135 zu 85 mmHg hätten sich bei Menschen mit Diabetes als positiv erwiesen.

Besonders der niedrigere Werte ist wichtig und sollte keinesfalls unter 75 sinken. Denn er gibt den Blutdruck während der Phase an, in der sich das Herz entspannt (Diastole) und der Herzmuskel mit sauerstoffreichem Blut versorgt wird. Ist er zu niedrig, leidet die Versorgung des Herzens unter Umständen. Zudem, so heißt es in einer Stellungnahme von diabetesDE und Deutscher Diabetes-Gesellschaft, sei bei Menschen mit Diabetes, deren obere Blutdruckwerte unter 140, aber über 120 liegen, das Risiko für Komplikationen (u. A. zehnfach erhöhtes Schlaganfallrisiko, schwere Organschäden) und Nebenwirkungen der Therapie (z. B. wie starker Blutdruckabfall, Bewusstlosigkeit, Nierenschwäche etc.) höher.

5 natürliche Blutdrucksenker: Das können Sie tun

Zwar sind sich Experten einig, dass es bei Diabetes mellitus und hohem Blutdruck (meist) nicht ohne Medikamente wie ACE-Hemmer oder Angiotensin-Rezeptorblocker geht, um die Werte in den Zielkorridor zu bekommen. Die Grundlage für gute Blutdruckwerte bildet aber immer eine gesunde Lebensführung. Mit diesen 5 natürlichen Blutdrucksenkern können Diabetes-Patienten die Therapie unterstützen – oder den Blutdruck erst gar nicht in zu hohe Bereiche klettern lassen.

Sparen sollten Sie auch an Kochsalz. Die tägliche Menge sollte sechs Gramm nicht überschreiten, das ist ungefähr ein Teelöffel. Die meisten Menschen nehmen aber 10 bis 15 oder sogar 30 Gramm pro Tag auf. Überprüfen Sie den Salzgehalt der verpackten Produkte, die Sie konsumieren (0,4 Gramm Natrium entsprechen 1 Gramm Kochsalz) und würzen Sie statt mit Salz mit Kräutern.

Sich beim Essen zu disziplinieren hat – neben dem positiven Effekt auf die Blutdruckwerte – noch weitere Vorteile: Sie verbessern dadurch zum Beispiel den Stoffwechsel, fühlen sich beweglicher, fitter und gesünder … und lernen in einer netten Sport- oder Abnehmgruppe vielleicht neue Freunde kennen. Als ideal gilt ein Body-Mass-Index (BMI, setzt das Körpergewicht in Bezug zur Körpergröße) von 19-24 bei Frauen und von 20-25 bei Männern. Berechnen lässt er sich mit der Formel: Körpermasse in kg durch Körpergröße in m2. Der Bauchumfang sollten bei Frauen weniger als 88 Zentimeter betragen, bei Männern unter 102 Zentimetern liegen.

Unproduktiver, negativer Stress kann den Blutdruck steigen lassen. Wenn Sie merken, dass Sie unter Druck stehen, schlecht schlafen und verspannt sind, sollten Sie gegensteuern: lernen Sie zum Beispiel Entspannungstechniken wie Yoga, Meditieren oder Autogenes Training. Gehen Sie in der Mittagspause draußen Spazieren (schon 15 Minuten in der Natur entspannen nachweislich), sagen Sie im Job und privat auch einmal „Nein“, wenn es Ihnen zu viel wird und planen Sie bewusst Zeit für sich ein. Das ist nicht egoistisch, sondern lebensnotwendig. Ihr Blutdruck (und Ihre Lieben) wird es Ihnen danken.